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Responsible Supply Chain Process

„Responsible Supply Chain Process“

„Responsible Supply Chain Process“

Im Rahmen unserer Nachhaltigkeitsstrategie streben wir an, mit weniger Ressourcen mehr zu erreichen. Dazu haben wir einen überarbeiteten, fünfstufigen „Responsible Supply Chain Process“ eingeführt. Im Fokus stehen zwei wesentliche Herausforderungen: Zum einen sind unsere definierten Nachhaltigkeitsstandards von allen Lieferanten einzuhalten. Zum anderen wollen wir durch gezielte Zusammenarbeit mit unseren strategischen Lieferanten einen Beitrag zur kontinuierlichen Verbesserung der Nachhaltigkeit in der Wertschöpfungskette leisten – zum Beispiel durch Wissenstransfer und Fortbildung in Bezug auf Prozessoptimierung, Ressourceneffizienz sowie Umwelt- und Sozialstandards. Diesen Prozess führen wir sowohl zu Beginn einer Zusammenarbeit durch als auch als wiederkehrende Überprüfung unserer bestehenden Lieferanten.

Schritt 1: Risikobewertung
Henkel hat ein Frühwarnsystem für Nachhaltigkeitsrisiken auf den globalen Beschaffungsmärkten. Zunächst schätzen wir das Risikopotenzial eines Marktes beziehungsweise einer Region ein. Hierbei legen wir den Fokus auf von internationalen Fachinstituten festgelegte Risikoländer. Die Bewertung umfasst die Kriterien „Menschenrechte“, „Korruption“ und „gesetzliches Umfeld“. Hinzu kommt die Bewertung einer zweiten Dimension, der Risikowertschöpfungsketten. Dies sind für uns Industrien und Branchen, die potenziell ein spezifisches Risiko für unser Unternehmen darstellen. Henkel definiert so Länder, Wertschöpfungsketten und somit Beschaffungsmärkte von besonderer Brisanz.

Schritt 2: Assessment
Wir nutzen die Selbstbewertung unserer Lieferanten auf Basis von Fragebögen und lassen außerdem eine Bewertung von unabhängigen Experten durchführen. Beide umfassen unsere Anforderungen in den Bereichen Sicherheit, Gesundheit, Umwelt, Qualität, Menschenrechte, Mitarbeiterstandards und Anti-Korruption. 2014 haben wir rund 1.100 Bewertungen durchgeführt.

Schritt 3: Analyse
Auf Basis der Risikobewertungen und Assessments wird eine Einstufung der Lieferanten nach dem Ampelsystem vorgenommen. Bei „Rot“ erfolgt in jedem Fall ein Audit. Bei „Orange“ wird der Verbesserungsbedarf identifiziert und gegebenenfalls ein Audit durchgeführt.

Schritt 4: Audit
Henkel arbeitet mit unabhängigen Prüfgesellschaften zusammen, um die Einhaltung der definierten Standards in Audits zu überprüfen. Unsere Audits umfassen Vor-Ort-Prüfungen, zum Beispiel in Produktionsstätten, und Gespräche mit lokalen Mitarbeitern. Im Nachgang zum Audit stellen wir sicher, dass unsere Lieferanten die festgelegten Pläne mit korrigierenden Maßnahmen umsetzen. Bei anhaltenden schwerwiegenden Verstößen wird das Lieferantenverhältnis aufgehoben. Im Bereich der Auditierungen engagieren wir uns auch in branchenübergreifenden Initiativen, um Transparenz und Effizienz von Lieferanten-Audits zu verbessern und unternehmensübergreifende Standards mitzugestalten. Im Jahr 2014 haben wir insgesamt 141 Audits durchgeführt.

Schritt 5: Entwicklung
Im Rahmen unseres Lieferantenmanagements arbeiten wir gezielt mit unseren Lieferanten an der Verbesserung der Nachhaltigkeitsleistung. Dabei versuchen wir, in der gesamten Wertschöpfungskette positive Veränderungen anzustoßen – beispielsweise durch Schulungen und gemeinsame Projekte hinsichtlich Prozessoptimierung, Ressourceneffizienz oder Umwelt- und Sozialstandards. Insgesamt erfüllten im Jahr 2014 alle der bewerteten strategischen Lieferanten und Vertragspartner unsere Ansprüche. In einem Fall beendeten wir das Lieferantenverhältnis aufgrund sozialethischer Verstöße.

Auch in den jährlich stattfindenden Henkel-„Supplier Relationship Events“ ist die Nachhaltigkeitsleistung der Lieferanten und Vertragspartner ein zentraler Bestandteil. Mit allen strategischen Lieferanten wurden 2014 Ziele für die Offenlegung ihres CO2-Fußabdrucks und des Wasserverbrauchs vereinbart. In einer Art „Roadmap“ (Maßnahmenplan) werden die Ziele und jährlichen Fortschritte festgehalten und wird somit mehr Transparenz in der Lieferkette geschaffen. Seit 2008 zeichnet Henkel zudem besonders innovative und nachhaltige Lösungen seiner Lieferanten aus.