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Unternehmensberichte 2014

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Nachhaltigkeitsbericht 2014

Logistik und Transport

Logistikplanung

Produkttransporte nach Verkehrsträgern 2014

Die Produktions- und Logistikplanung hängt von den zu transportierenden Produkten ab. Bei eher großvolumigen Produkten verringern wir durch regionale Produktionsstandorte die Transportwege und die damit verbundenen Umweltbelastungen. Bei kompakten Produkten fällt der Transportaufwand geringer aus, so dass diese möglichst zentral produziert werden. Inzwischen werden viele Industrieklebstoffe in der Nähe der Produktionsstätten unserer Kunden hergestellt.

Initiativen zur Emissionsreduktion

Wir optimieren unsere Logistikstrukturen und -konzepte, um unsere Transportemissionen zu senken. Die Lage von Warenlagern und Verteilzentren soll die Distanz zwischen Standorten und Kunden auf ein Minimum reduzieren. Wo möglich, legen wir Transporte zwischen einzelnen Standorten und Lagern zusammen.

2014 hat der Unternehmensbereich Laundry & Home Care vier Verteilzentren durch ein Hochregallager in Düsseldorf ersetzt, um die Transportwege und den Energiebedarf zu reduzieren. Das neue Zentrallager liegt in direkter Nähe zur Produktionsstätte, so dass Zuliefertransporte entfallen und die Tonnenkilometer zu den Kunden um 20 Prozent verringert wurden.

Beauty Care strebt in Zusammenarbeit mit Händlern und Zulieferern weniger CO2-Emissionen an. So hat der Unternehmensbereich mit Kunden in Frankreich ein Pilotprojekt gestartet, bei dem Produkte auf leichteren Paletten aus Pappe anstelle von Holz ausgeliefert werden.

Adhesive Technologies legt in Westeuropa Lieferungen zusammen, um die Anzahl der Lkw-Ladungen und die CO2-Emissionen zu senken. 2015 werden wir in unserem Geschäftsfeld Elektronik in Nordamerika damit beginnen, Styropor-Kühlbehälter für den Transport wärmeempfindlicher Produkte durch wiederverwendbare Thermobehälter zu ersetzen. Die neuen Behälter reduzieren den CO2-Fußabdruck um 75 Prozent und den Abfall pro Behälter um 95 Prozent.

Gesamtbilanz: Betrieblicher CO2-Fußabdruck 2014

Anforderungen an unsere Logistikpartner

Bei der Auswahl unserer Transportpartner achten wir auf deren Leistungen im Bereich Effizienz ebenso wie bei Umweltschutz und Sicherheit. Entsprechende Kriterien sind Teil unserer Anfrageprozesse beim Einkauf von Logistikdienstleistungen. Dazu gehören Energiesparziele sowie Maßnahmen zur Modernisierung der Fahrzeugflotte.

Weitere Maßnahmen zur ­Reduzierung unserer Transport- und ­Logistik-Emissionen:

Bereich

Maßnahme

Logistikstrukturen

  • Die 2010 begonnene Verlagerung der Kosmetiktransporte für den deutschen Markt auf die Bahn wurde ausgedehnt. Statt täglich fünf Bahnwaggons werden jetzt acht Waggons für die Strecke vom Produktionswerk in Wassertrüdingen, Bayern, ins Zwischenlager nach Monheim, Nordrhein-Westfalen, eingesetzt. Dies entspricht einer Entlastung der Straßen von über 20 Lkws täglich.
  • Intermodale Transporte: Seit 2008 arbeiten wir gemeinsam mit unseren europäischen Logistikpartnern schrittweise am Ausbau intermodaler Transportstrecken.
  • Die verstärkte Ansiedlung von Zulieferbetrieben „wall to wall“ mit unseren Fabriken vermeidet Transporte. Dies gilt besonders für die Verlagerung der Produktion von Verpackungsmitteln direkt an unsere Standorte. So geschehen zum Beispiel in Hazelton, USA, und in Levice, Slowenien. Hier haben sich Hersteller für Plastikverpackungen direkt neben unserem Werk beziehungsweise neben unseren Lohnherstellerbetrieben niedergelassen. Auch die Konfektionierung („Co-Packaging“) unserer Waschmittel für den osteuropäischen Markt findet seit 2011 direkt an unserem Zentrallager in Wien statt.
  • Wir stellen auf moderne, effizientere Logistikausrüstung um, zum Beispiel durch Austausch einiger dieselbetriebener Gabelstapler gegen Elektrostapler.

Synergien/Kooperationen

  • Ausbau des sogenannten „Pooling“, das heißt, des gezielten Zusammenlegens von Transport und Lagerung von ähnlichen Produktkategorien zusammen mit anderen Anbietern bei einem Logistikdienstleister. Hiermit können Synergien bei Lagerung, Kommissionierung und Transport erreicht werden. So wird beispielsweise sichergestellt, dass nur vollständig beladene Lkws zu den Zentrallagern unserer Kunden fahren und der Anteil von Leerfahrten deutlich vermindert wird. Solche Gemeinschaftskonzepte hat Henkel mittlerweile in Belgien, Tschechien, Großbritannien und den skandinavischen Ländern umgesetzt.
  • Zentral koordinierter Logistikeinkauf sowie die Zusammenlegung der Transportmengen von nahe gelegenen Henkel-Standorten erhöhten das Sendegewicht und somit die Lkw-Auslastung. Zum Beispiel durch die Zusammenlegung der Lageraktivitäten von Schwarzkopf und Henkel –
    also dem institutionellen Seifengeschäft sowie den Waschmittelgeschäften von Dial – in den USA konnte der Anteil von Leerfahrten und Teilladungen vermindert werden.
  • Um in der Zusammenarbeit mit unseren Handelspartnern weitere Optimierungspotenziale aufzudecken, beteiligen wir uns unter anderem an der europaweiten Initiative „Efficient Consumer Response“.
  • Gemeinsam mit dem Logistik-Dienstleister Cretschmar Cargo arbeitet Henkel Beauty Care in Deutschland daran, die Logistik grüner zu gestalten. Durch eine Modernisierung des Fuhrparks sowie Schulungen aller Fahrer auf CO2-neutrales Fahren kann der CO2-Ausstoß um etwa 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr reduziert werden.
  • Gleichzeitig ist die Auslastung der Lkw ein großer Hebel in der CO2-Reduktion (z.B. Zusammenfassung von Lieferungen mit dem gleichen Bestimmungsort), weshalb die Auslastung der Wagen durch eine Analyse der Bestellungen um bis zu 25 Prozent erhöht werden konnte.

Produktoptimierungen

  • Produktoptimierungen hinsichtlich Gewicht und Volumen, soweit ohne Einschränkung von Leistung, Convenience und Stabilität möglich. Produktkonzentrate oder leichtere Verpackungsmaterialien sparen Transportgewicht und damit CO2-Emissionen. Ein Beispiel: Umstellung der US-Flüssigwaschmittelmarke Purex auf ein Konzentrat. Ergebnis: Vermeidung von rund 17.000 Tonnen Kohlendioxid-Emissionen beim Transport pro Jahr durch reduziertes Produktvolumen.
  • Die Einführung einer Prüfstufe im Marketing-Entscheidungsprozess sorgt für den Abbau von Komplexität in unseren Produkten. Zum Beispiel führt die Nutzung von Basis-Formulierungen und ähnlichen Verpackungsmaterialien für unterschiedliche Marken und Länder zu geringerem Materialverbrauch und geringeren Abfällen und damit auch zur Reduktion der zu transportierenden Mengen.

Geschäftsreisen/Firmenwagen

  • Wir haben Richtlinien entwickelt, um Dienst- und Flugreisen mit Video- und Telefonkonferenzen zu ersetzen.
  • Durch den technischen Fortschritt sowie landesspezifisch die Definition von effizienten Referenzfahrzeugen oder CO2-Obergrenzen für neue Fahrzeugbestellungen konnten wir den CO2-Ausstoß pro Kilometer bei neu zugelassenen Firmenwagen seit einigen Jahren kontinuierlich senken.
  • Für den Bereich Infrastruktur-Services am Standort Düsseldorf als auch in Italien und Japan wurden Mitte 2012 mehr als 20 Nutzfahrzeuge mit Elektroantrieb angeschafft sowie Auflade-Stationen für diese Autos installiert. Durch die Kraft-Wärme-Kopplung des Henkel-Kraftwerks am Standort beträgt der CO2-Ausstoß, der aus der Energieerzeugung zum Aufladen der Fahrzeug-Batterie resultiert, 40 Gramm pro Kilometer – im Vergleich zu 80 Gramm pro Kilometer aus dem öffentlichen Netz beziehungsweise 120 bis 180 Gramm pro Kilometer mit Benzin-Motor.
  • 2014 haben wir ein Projekt eingeführt, das darauf abzielt, in unserer Dienstwagen- und Fuhrparkverordnung mehr schadstoffarme Autos zu etablieren.

Verkehrssicherheit

In Indien hat Adhesive Technologies die Verkehrssicherheitskampagne „Go Safe with Henkel“ initiiert. Die Kampagne soll das Bewusstsein für sicheres Fahren steigern und die Logistikpartner von Henkel zur Einhaltung strenger Richtlinien hinsichtlich Fahrverhalten, Fahrzeugzustand und Sicherheitsausrüstung motivieren. 2015 wird die Kampagne auch auf weitere Länder ausgedehnt.